WhatsApp, SMS & Co. – Kleine Nachrichten mit oft großer Wirkung


Flirt für unterwegs: WhatsApp & SMS

Die erste Hürde des Kennenlernens ist genommen. Sie haben Nummern ausgetauscht, jetzt können Sie auch unterwegs miteinander flirten, ganz spontan. Nun können Sie sie genießen, diese erwartungsvolle Vorfreude. Ist etwas gekommen? Tatsächlich! Eine WhatsApp oder SMS von ihm/ihr!

Ein wenig Vorsicht ist bei Kurznachrichten allerdings auch für Singles immer geboten. Sie freuen sich natürlich und möchten schnell antworten. Zu spontan Geschriebenes kann aber den falschen Ton treffen. WhatsApp merkt es nicht, wenn Sie im falschen Chat unterwegs sind. Wenn Sie es merken, kann es zum Löschen zu spät sein. Eine versandte SMS ist gar nicht mehr wieder zurück zu holen. Und auch eine große Anzahl Emojis, die etwas vom fehlenden Gesichtsausdruck zwischen Schreibenden kompensieren, verhindern nicht jedes Missverständnis.

Wie Sie Ausrutscher vermeiden und Kurznachrichten den richtigen Charme verleihen. Und wann Sie besser zum Hörer greifen:

Nicht umsonst so beliebt: WhatsApp und SMS

Für diese wie alle Messenger gilt: Sie können in Ruhe an der Nachricht feilen, Emojis wählen, ungünstige Formulierungen ändern, dafür schöne ergänzen. Noch ein Plus: Instant Messages sind schon in ihrem Wesen spontan und ungezwungen. Daher geht es in einem WhatsApp-Verlauf mitunter schneller dem Ziel des Dialoges entgegen als über andere Kommunikationswege. Das macht es ideal gerade für diejenigen, die im direkten Gespräch etwas schüchtern sind, ihre Wünsche vorzubringen.

Perfekt sind die kleinen Nachrichten bei Verabredungen und Verspätungen. Auch Vorfreude lässt sich wunderbar ungezwungen ausdrücken. Sie denken gerade an den anderen? Machen Sie ihm mit einer spontanen Nettigkeit eine kleine Freude.

Fazit: WhatsApp, SMS & Co. sind ideal für Lustiges, Spontanes, Liebevolles und schnell Klärbares.

Anrufen oder Anschreiben?

Anschreiben: Sie haben seine oder ihre Email bekommen, die wollen Sie aber ganz in Ruhe beantworten? Lassen Sie das per Smartphone wissen. So haben sich schon einmal für die Zuschrift bedankt und charmant die Zeit gewonnen, die Sie brauchen. Schön für Ihren Gegenüber ist dabei außerdem, dass er sich über die Sorgfalt freuen kann, mit der Sie auf seine Email eingehen möchten.

Anschreiben: Sie haben schon lange regen schriftlichen Kontakt. Nun möchten Sie so gern einmal die Stimme zu den schönen Worten hören? Diesen Wunsch haben Sie sicher nicht allein, rufen Sie jetzt dennoch nicht spontan an. Das ist leider schlicht überrumpelnd, zumal nicht ausgeschlossen ist, dass Ihr Anruf gerade sehr ungelegen kommt. Fragen Sie lieber in einer WhatsApp oer SMS an, ob auch der andere zu einem Telefonat bereit wäre. Und vor allem, wann.

Anrufen: Sie haben im Chat oder bereits am Telefon lebhaft über gewichtige Themen diskutiert wie z.B, Erwartungen, Verpflichtungen, Freiräume in einer Beziehung? Leider kam etwas dazwischen, so dass Sie Ihr Gespräch nicht recht beenden konnten. Nehmen Sie den Faden später nicht wieder via Smartphone und dort Instant Messenger auf. Für alles, was über schnell Klärbares und Smalltalk hinaus geht, ist dies das falsche Forum.  Hier sollten Sie sich lediglich für das nächste Gespräch und die Weiterführung des begonnenen Themas verabreden.

Sie hatten ein anregendes Gespräch per Telefon oder Email, das leider unterbrochen wurde? Diskutieren Sie das Thema nicht per Messenger weiter. WhatsApp & Co. dürfen jetzt nur zum Einsatz kommen, um die Weiterführung der Unterhaltung zu verabreden.

Bitte nicht zu viel des geschriebenen Wortes

Nehmen wir Beispielpersonen A und B: A sendet B eine kurze Nachricht. Die Antwort von B darauf ist so umfangreich, dass A sie dreimal durchscrollen muss. Darauf zu antworten ist schwer. Bedenkt A diese Nachricht aus Zeitgründen nur mit einer kurzen Antwort, läuft er Gefahr, dass B dies als desinteressiert und unhöflich auffasst.
Was B leider vergessen hat: Auch, wenn eine WhatsApp auch nach 1000 Zeichen noch nicht muckt, ist so viel Text nicht Sinn der Instant Messenger.

Wie schon im vorherigen Punkt erwähnt: Haben Sie viel zu erzählen, sparen Sie sich dies lieber für eine Email oder ein Telefonat. Das ist außerdem komfortabler als feines Tippen auf dem kleinen Smartphone-Display.

Noch ein paar Worte zur Reaktionszeit

Sie bekommen auf Ihre Nachricht oft erst nach Stunden eine Antwort? Wenn Sie Pech haben, sogar erst am nächsten Tag? Leider ist das eine sehr uneindeutige Situation, die nur Ihr Bauchgefühl klären kann. Was sagt es Ihnen? Haben Sie den Eindruck, man liese Sie zappeln? Oder stehen Sie einem etwas scheuen Single gegenüber, der einfach länger braucht, die richtigen Worte zu finden?

Wichtig ist in beiden Fällen, dass Sie Ihre verständliche Ungeduld bremsen. Senden Sie nicht mehrere Nachrichten hinterher, ist Ihnen die Reaktion zu langsam. Ihr Gegenüber entscheidet über den Zeitpunkt der Antwort. Das müssen Sie ebenso respektieren, wie Sie auch möchten, dass er Ihre benötigten Zeitfenster achtet.

Das führt zum nächsten Punkt: WhatsApp z.B. zeigt an, dass Sie online sind, die zugesandte Nachricht also wahrnehmen können. Lassen Sie sich davon aber nicht unter Druck setzen, umgehend zu antworten. „Online“ oder „Nachricht gesehen“ bedeutet nicht auch: „Leser ist jetzt voll verfügbar“.
Nehmen Sie sich also ruhig Ihre Zeit. Sie können später immer noch klären, warum Sie nicht sofort geantwortet haben.

Emojis

Keine Frage: Die sympathischen kleinen Ideogramme machen eine Nachricht erst persönlich und vor allem auch „emotional lesbar“. Erst sie bringen nämlich die wichtigen Nuancen wieder ein, die ohne Gestik, Mimik und Stimme einfach fehlen. Bauen Sie diese gern in Ihre Nachrichten ein.
Achtung, auch hier gilt das Maß: Überfrachten Sie den Text nicht damit oder lassen Sie sie zu oft die einzige Reaktion auf eine Nachricht sein. Besonders Letzteres kann beim Empfänger den Eindruck erwecken, Sie hätten sich mit seiner Nachricht gar nicht richtig befasst.

Geschrieben, versandt. Jetzt nochmal gelesen und der Inhalt drückt so gar nicht aus, was Sie eigentlich sagen wollten? Keine Sorge, so ziemlich jedem ist das schon einmal passiert. Stellen Sie Unklarheiten sofort richtig, nachdem Sie Ihnen auffielen. Sofort kommuniziert es sich wieder leichter.

Und sie passiert doch …

… die ungeschickte Formulierung. Sie haben eine Nachricht versandt, lesen Sie später noch einmal und merken, dass sie missverständlich klingt. Ärgerlich. Aber trösten Sie sich, das ist jedem schon passiert.

Schaffen Sie Klarheit und haken Sie nach. Sprechen Sie an, dass Ihnen Ihre Nachricht doppeldeutig vorkommt und das natürlich keine Absicht war. Vielleicht empfindet der Empfänger ja auch ganz anders und hat den Formulierungsfehler gar nicht wahrgenommen. Umgekehrt gilt dasselbe: Ist Ihnen der Inhalt einer Nachricht unklar, fragen Sie nach. In 99% der Fälle ist dem Versender gar nicht aufgefallen, dass er sich gerade unklar ausgedrückt hat.

Und vielleicht haben Sie mit dem Missverständnis ja auch einen kleinen, verbindenden Anlass aufgetan, über den Sie künftig gemeinsam lachen können. Ihr erster „Insider“ sozusagen!

Die Tipps für WhatsApp, SMS &. Co. im Überblick

1. Kurz und gut: WhatsApp & Co. sind für Liebes, Lustiges und Leichtes da
2. Gehaltvolle Gesprächsthemen nur in Emails und persönlichem Gespräch
3. Viel zu erzählen? Machen Sie es in Ruhe per Mail oder Telefon.
4. Lassen Sie dem anderen Zeit für seine Antworten. Nehmen Sie sich Ihre Zeit für die Ihren.
5. Emojis machen Nachrichten auch „emotional lesbar“
6. Missverständnisse passieren. Sprechen Sie Unklares ohne Scheu an.



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