Frage der Woche Wie viel Freiraum braucht die Liebe

Frage der Woche - Wie viel Freiraum braucht die Liebe

Die Ergebnisse der Frage der Woche:

Wie viel Freiraum braucht die Liebe?

Frauen wollen sich in jeder freien Minute an den Partner schmiegen. Männer ab und zu kuscheln, meist aber mit den Jungs rumstromern. So weit das Klischee – das 854 Frauen und 786 Männer gründlich auf den Kopf stellen. Oder vom Kopf auf die Füße. „Freiraum in der Partnerschaft – was ist Ihnen besonders wichtig?“, lautete unsere Frage. Und siehe da: Der weibliche Freiheitsdrang ist stärker. Besonders außerhalb der eigenen vier Wände.

Frage der Woche - Wie viel Freiraum braucht die Liebe

So viel Raum muss sein – das sagen die Singles im Dating Cafe:

Sie möchten ein glückliches Herzblatt? Dann üben Sie Vertrauen: Lassen Sie Ihren Schatz ab und zu allein ausgehen. Fast jede/r Dritte findet: Solo-Feier-Abende müssen sein. Der Wunsch der Wünsche. Dicht gefolgt vom eigenen Zimmer. Frauen und Männer sind sich hier allerdings nicht einig. Dazu unten mehr.

Zusammen feiern? Bitte nicht immer

Drei Antworten motivierten insgesamt nur zehn Prozent zum Klick: Zwei Prozent brauchen getrennte Schlafzimmer. Drei den Freibrief fürs Fremd-Flirten. Fünf Prozent gehen gern auch mal allein auf Reisen. Auf gut Deutsch: Zur Beziehung gehören Gute-Nacht- und Guten-Morgen-Küsse – die man oft und überall und nur untereinander tauscht. Doch nicht tagaus, tagein. Und, bei aller Liebe, nicht immer im gemeinsamen Zuhause:

Zehn Prozent möchten ihre eigene Wohnung behalten. Wie sehr Raum- und Familienplanung Hand in Hand gehen, zeigt der Blick aufs Alter: Nur jede/r Zwanzigste unter 40 Jahren legt wert auf eine eigene Bleibe. Verständlich, erleichtert das Zusammenwohnen doch kolossal die Kinderbetreuung. Für jeden siebten Single über 50 steht dagegen fest: „Ich muss meine eigene Wohnung haben.“

Zusammenwohnen? Kommt drauf an

Ist das Lebenserfahrung? Der Nachwuchs ist flügge und man hat erkannt, dass Lust und Liebe frischer bleiben, wenn man die Morgenzerknautschtheit nicht täglich voreinander entfaltet? Offensichtlich gibt’s auch andere Schlüsse: Unter den Ü50-Singles sind auch besonders viele, die von einer innigen Bindung träumen – 25 Prozent sagen: „Das ist mir alles zu viel Freiraum.“ Insgesamt meinen das nur 20 Prozent. Im Durchschnitt. Denn Frauen und Männer sehen das durchaus anders:

So viel Raum muss sein – die Unterschiede zwischen Mann und Frau:

Vertrauen ist gut, Kontrolle besser – oder ist es ein Liebes-Beweis, dass ein Viertel der Männer meint: „Das ist mir alles zu viel Freiraum“? Zum Vergleich: Nur für jede sechste Frau war die Antwort erste Wahl.

So auch nicht zu erwarten: Beinah doppelt so viele Frauen wie Männer möchten ihr Glück lieber auf zwei Wohnungen verteilen. Männer nehmen Frei-„Raum“ dagegen wörtlich: Ein Drittel braucht ein eigenes Zimmer, die Top-Antwort. Und auch mehr als ein Viertel der Frauen, Platz 2. Bei den unter 40-Jährigen ist der Unterschied am größten: Nur 20 Prozent der jüngeren Frauen braucht ihr Mini-Revier.

Männer brauchen ihr Jungszimmer

Was Frauen am wichtigsten ist? „Ich muss auch mal ohne Partner feiern gehen.“ Jede dritte machte hier klick. Und sogar mehr als die Hälfte der weiblichen „BiVis“ (scherzhaft für Bis-vierzig-Jährige). Von den U40-Männern ziehen nur 40 Prozent gern mal allein um die Häuser. Frau kann und will auch ohne Mann Spaß haben. Beim Feiern – oder in den Ferien: Solo-Urlaub wünschen sich zwar nur sieben Prozent, damit aber doppelt so viele Frauen wie Männer.

Im Klartext: Männer brauchen ein Rückzugsgebiet im gemeinsamen Nest. Frauen finden’s schön, wenn man(n) ihnen nicht auf Schritt und Tritt folgt.

Frauen brauchen mehr Bewegungsfreiheit

Mit dem Alter verlieren Saus und Braus an Reiz. Jenseits der 50 herrscht Einigkeit: Nur noch 20 Prozent wollen ab und an ohneeinander die Nacht zum Tage machen. Gleichklang beim Ausgehen – aber nicht beim Zu-Bett-Gehen? Auf jeden Fall möchten 17 Prozent der Frauen, aber nur elf Prozent der Männer in den Fünfzigern die eigene Wohnung behalten. Uff, eine Menge Zahlen –

Und was heißt das jetzt?

In der Beziehung hakt’s, wenn man den anderen nicht ständig um sich haben will? Quark. Er oder sie, alt oder jung – Menschen sind verschieden, ihre Bedürfnisse auch. Der eine braucht Abstand und Zeit allein, wenn’s ihm schlecht geht. Der andere sehnt sich gerade dann nach Nähe und Zärtlichkeit. Da hilft: reden, reden, reden. Über die Gefühle, die Gedanken, die Bedürfnisse.

Eine Binsenweisheit – die man gern ausblendet. Schwierig wird’s, wenn die Wünsche nach Nähe und Distanz sehr unterschiedlich sind. Vor allem, wenn man(n) oder frau die eigenen Vorstellungen vom wahren Zusammenleben durchboxen will. Spätestens, wenn der erste rosarote Schleier weg ist, müssen Freiräume ausgehandelt werden. Oft auch immer wieder neu. Klappt das, wachsen daran beide. Zusammen.

Sie haben die neuesten Fragen der Woche beantwortet?

Schauen Sie nach, welche Frau oder welcher Mann das auch getan hat: Stimmen Sie beide überein? Oder nicht? Beides tolle Vorlagen für eine Nachricht. Viel Glück!
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