Kolumne Fruehling

Irgendwie fängt irgendwann irgendwo die neue Liebe an

von Andrea Wistuba

Die Zeit ist reif für ein wenig Leichtigkeit…was Nena mit ihrem Kulthit besang, es ist wieder zu spüren: Das Kribbeln im Alltag, in den Straßen der Stadt, im Eiscafé, im Park,… der Frühling ist da und mit ihm alle Zeichen auf Neubeginn!

Die Sonne und ihre Energie – sie beflügelt unseren Hormonhaushalt und damit gleich auch unsere Laune. Raus aus der Wohnung heißt es für viele, bloß jede Minuten im Freien verbringen. Endlich die Winterklamotten weglegen, Luft an die Haut lassen – herrlich!

Joggend startet manch einer beschwingt wie nie in den Tag. Im Büro trifft man auf Kollegen, die plötzlich richtig gute Laune haben, besonders beim öfters mal aus dem Fenster schweifenden Blick, was heute nach der Arbeit noch Angenehmes auf sie wartet.

Frühling – eine Zeit wie keine andere!

Ich habe sogar schon die Fenster geputzt, ich meine: Freiwillig! Und das, obgleich ich Hausarbeit regelmäßig verabscheue und wir nur dank meines kooperativen Partners, der dann und wann mit anpackt, noch nicht im Chaos versinken. Im Frühling jedoch ist all das anders, da rafft man sich auf, wo man sonst das Jahr hindurch keinen Anlass zur Aktivität sieht.

Sich im Frühling zu verlieben, hat gleich mehrere Vorzüge: Zum einen die Grundatmosphäre, siehe oben. Einladender geht es nicht. Dann all die Gelegenheiten, die eigenen vier Wände gegen öffentlichen Raum, sehr gerne open air, einzutauschen: Laue Abende im Biergarten, Angrillen im Park. Eine Fülle an Gelegenheiten, gerade auch für ein erstes, vorsichtiges Date.

Weil diese Gelegenheiten Leichtigkeit versprühen. Eine Verabredung im Biergarten des Englischen Gartens, in Kaiserswerth am Rhein, am Wannsee in Berlin , im Frankfurter Palmengarten, am Elbufer in Dresden oder Hamburg: Leichtigkeit pur! Man kann flirten, sich näher kommen. Man kann aber auch ungezwungen mit den Tischnachbarn quatschen, ein passendes Thema gibt es ja allemal: Das tolle Wetter, die Atmosphäre hier, überhaupt, der nahende Sommer. Vom kumpelhaften Feierabendbier, zu dem man sich locker verabredet bis zum gemeinsamen Verschwinden in einsamen Uferabschnitten oder der Fortsetzung des Abends auf dem heimischen Sofa. Alles kann, nichts muss passieren.

Was überraschenderweise immer wieder gut ankommt, sind Radtouren im Frühling. Jawohl – Radfahren! Im 21. Jahrhundert, in einer hochzivilisierten Welt kommt Fahrradfahren richtig gut an! Es zeugt von Naturverbundenheit, Spontaneität (denn in unseren Breiten lässt sich eine längere Tour schwer weit im voraus planen, will man sie bei schönem Wetter antreten) und natürlich Sportlichkeit (noch selbst, aus eigener Physis, in Bewegung kommen hat einfach etwas ungemein Attraktives).

Wohin ich höre, alle treffen sich zum Radfahren… mal nur für knapp vier Kilometer zum nächsten Café, mal für eine ambitionierte Tagestour von fünfzig Kilometern und meistens eine Variante irgendwo dazwischen. Radfahren bedeutet erst einmal: Kein Körperkontakt. Nun ja. Den kann man, wenn beiden denn danach ist, später bei der wohlverdienten Rast nachholen. Oder wenn es gegen Abend kühler wird. Kribbeln wird es beim Radfahren daher umso mehr, das Verlangen hat ausreichend Zeit, genüsslich zu wachsen.

Also denken Sie dran: Radfahren als Freizeitinteresse kommt immer gut. Aber beweisen Sie Mut und gehen Sie gerne ins Detail: Wo radeln Sie am liebsten? An der Ostsee, im Mittelgebirge, in den Bergen? Oder im Ausland, was war Ihre spannendste Tour bislang? Wie sind Sie unterwegs? Genüsslich auf dem Hollandrad, sportlich mit dem Trekking- oder Mountainbike, entspannt und gelassen mit dem Allrounder? Wecken Sie die Sehnsucht – nach einer Tour mit Ihnen, im Frühling, dem Sommer entgegen… und vielleicht auch der großen Liebe: „Liebe wird aus Mut gemacht!“ – Irgendwie, irgendwo, irgendwann treffen Sie auf Ihren richtigen Partner. Nena hat recht!

Auf einen flirtstarken Frühling!

Ihre Andrea Wistuba


Zurück zum Seitenanfang  | Zurück zu den Kolumnen